Neuigkeiten

10 Jahre wordproject.net

Am Sonntag habe ich im Gottesdienst ein Projekt vorgestellt, an dem ich seit zehn Jahren mitarbeite: Die Seite http://wordproject.net. Die Seite hatte (und hat) das Ziel, möglichst viele Menschen zu motivieren, die Bibel in einem Jahr zu lesen.

Da das keine leichte Aufgabe ist, wollten wir möglichst viel Hilfestellung dafür geben: Täglich bekommt man ein E-Mail mit den Leseaufgaben und das ursprüngliche Team hat zu jedem Kapitel "Gedanken zum Text" verfasst, um den Text besser zu erklären. Sollten doch Fragen offen bleiben, konnte man diese stellen und das Team hat diese Fragen beantwortet.

In den letzten zehn Jahren haben sich 6000 Benutzer registriert und viele Lesepläne wurden gestartet, wobei ungefähr 500 es wirklich geschafft haben, die Bibel komplett zu lesen. Im Laufe der Zeit wurde das Team hinter der Seite immer kleiner und am Ende war nur mehr ich übrig und habe den Server weiter betreut. Zum Jahreswechsel habe ich mir gedacht, dass die Seite vermutlich nicht mehr unbedingt benötigt wird und habe einen Blogpost veröffentlicht, in dem das Ende der Seite angekündigt wird.

Innerhalb von wenigen Tagen habe ich mehrere Nachrichten bekommen, die das Ende der Seite bedauert haben und ich las wie diese Seite noch immer verwendet wird. Der eine verwendet die Seite, um mit Leuten, die Jesus noch nicht kennen, die Bibel zu lesen, eine nutzt die Gedanken zum Text, um Ideen für Andachten zu erhalten und noch jemand empfiehlt die Seite neuen Mitarbeitern, um die Bibel regelmäßig zu lesen.

Mich haben diese Nachrichten sehr überrascht - ich habe nicht damit gerechnet, dass etwas, das wir vor zehn Jahren gemacht haben, noch immer so positive Auswirkungen auf Menschen hat. Und gleichzeitig hat es mich angespornt, wieder mehr darüber nachzudenken, mit wem ich einen Leseplan starten könnte. Auch wenn man nicht im selben Raum ist, kann man einen Online-Bibelleseplan gemeinsam lesen und sich darüber austauschen. Die Bibel ist die beste Gelegenheit, um Jesus und Gott kennen zu lernen und ein Leseplan kann wirklich helfen, dass man einmal einen guten Überblick bekommt.

Ich habe mich entschlossen, die Seite weiter online zu lassen. Solange Menschen die Seite nutzen, um Gottes Wort besser kennen zu lernen, bin ich gerne bereit weiter Zeit und Geld in den Betrieb dieser Seite zu stecken.

Und so möchte ich dich auch motivieren, dir zu überlegen, ob du nicht einen Bibelleseplan starten willst. Es gibt auch kürzere Pläne auf der Seite, falls dir ein Jahr zu lang erscheint. Bitte überlege dir auch, ob du Freunde oder Bekannte hast, mit denen du gemeinsam einen Plan lesen könntest. 

Es würde mich sehr freuen wenn die Seite wordproject.net Dir eine Hilfe dabei ist. 

Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als das schärfste zweischneidige Schwert, das die Gelenke durchtrennt und das Knochenmark freilegt. Es dringt bis in unser Innerstes ein und trennt das Seelische vom Geistlichen. Es richtet und beurteilt die geheimen Wünsche und Gedanken unseres Herzens.

Hebräer 4,12

Jahreslosung 2021

"Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6, 36)  


Was ist Barmherzigkeit? Bei meinen vielen Versuchen, eine Erklärung dazu zu finden, bin ich immer wieder darauf gestoßen, dass Barmherzigkeit beziehungsweise „barmherzig sein“ grundsätzlich immer etwas mit Gott zu tun hat oder seinen Ursprung in der Bibel findet. Es gibt so viele Aussagen und so viel Mutmachendes, was die Bibel uns über den barmherzigen und liebenden Gott sagt, der uns auffordert, so barmherzig zu sein, wie er es ist.

Worte und Taten

Vor einigen Wochen sprach ich mit einer Journalistin über verschiedene Hilfsangebote und Hilfsorganisationen. Während unseres halbstündigen Interviews unterhielten wir uns darüber, dass Taten oft mehr zählen als Worte und Versprechungen. Spontan antwortete ich: „Das unterscheidet die Menschen, die aus Mitleid handeln, von denen, die es aus Barmherzigkeit tun.“ Dieser Satz rutschte mir so spontan heraus, dass ich selbst darüber erstaunt war. Wie aus der Pistole geschossen kam die Frage der Redakteurin: „Das verstehe ich jetzt nicht. Barmherzigkeit ist doch ein christliches Wort. Wo liegt denn der Unterschied zu Mitleid?“

Puh, manchmal ist der Mund schneller als der Kopf! Ich versuchte zu erklären, dass die eine Handlung eher dem Kopf und die andere eher dem Herzen entspringt. Natürlich könnten selbst Menschen, die nichts mit dem christlichen Glauben am Hut hätten, barmherzig sein.

Barmherzigkeit schreitet zur Tat

Allerdings ließ mich dieses Gespräch und auch die Definition der Begriffe nicht mehr los und so bat ich einen befreundeten Pastor, mir den Unterschied zwischen Mitleid und Barmherzigkeit einmal aufzuschreiben. Der Pastor erklärte es so: „Nach meinem Verständnis ist Mitleid ein Gefühl, das durch das Leid eines anderen ausgelöst wird. Mitleid kann entweder lediglich traurig machen oder auch zu einer Aktion führen, um das Leid des anderen zu verringern. Barmherzigkeit ist eine Eigenschaft Gottes und von Menschen, die anderen überdurchschnittlich viel Verständnis entgegenbringen. Barmherzigkeit ist eine Motivation, die für andere das Beste will.“

In der Bibel lesen wir viel über den einen barmherzigen Gott, der die Welt erschaffen und den Menschen als sein eigenes Gegenüber gemacht hat. In einer Predigt sagte ich einmal, dass Gott so egoistisch war, den Menschen als sein persönliches Gegenüber zu schaffen, ohne dass das Wort egoistisch hier negativ klingen soll. Gott liebt seine Schöpfung. Der Mensch sollte in Harmonie, Einklang und Gemeinschaft mit Gott leben. Gott gab ihm göttliche Handlungsfähigkeiten.

Gott ist nicht geprägt von Mitleid

Doch der Mensch missbrauchte sie und kehrte seinem Schöpfer den Rücken zu. Anstatt sich von seinen Geschöpfen abzuwenden, versuchte Gott immer wieder, seine Menschen zurückzugewinnen, auch wenn er oft enttäuscht und scheinbar verbittert über ihre Taten war. Meiner Meinung nach war Gott nie geprägt von Mitleid, was nur oberflächlich und kopfgesteuert wäre. Der einzigartige Schöpfer ist von Liebe motiviert. Spätestens, wenn wir im Neuen Testament forschen, erkennen wir deutlich, wie groß Gottes Liebe ist: Sie war sogar bereit, das Größte für die Schöpfung zu tun, nämlich den eigenen Sohn zu opfern. Gott zeigt nicht ein bloßes Mitgefühl für die Schandtaten der Menschen, sondern er lässt in sein Herz blicken. Liebe, das ist die prägende Eigenschaft des Gottes, der nichts anderes vor Augen hat als seine „Kinder“.

Diese Liebe mündet in Barmherzigkeit, die die Grundlage seines Handels ist. Würde Gott nur aus Mitleid handeln, würde es bereits keine Menschen mehr geben. Weil er aber aus Barmherzigkeit agiert, schlägt sein Herz auch dann für jeden Einzelnen, wenn dieser immer noch seine eigenen Wege geht.

Lassen wir uns von der Liebe Gottes inspirieren, dann werden aus Worten Taten. Lieben wir ihn, dann können wir nicht mehr achtlos an unseren Mitmenschen vorbeigehen. Vertrauen wir Gott, wird kein Weg zu anstrengend und keine Hürde zu hoch sein.

Angesteckt von Gottes Barmherzigkeit

Barmherzigkeit ist für mich mehr, als verzweifelt zu helfen. Barmherzigkeit heißt, mit den Augen Gottes zu sehen. In vielen Bibelversen macht Gott uns deutlich, dass wir von ihm lernen sollen. Sein Beispiel soll unser Antrieb sein. Jesus sagte einmal: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ (Johannes 14,9). Da Jesus geprägt war von Mitgefühl, Warmherzigkeit und Liebe, können wir anhand seines Lebens das barmherzige Wesen Gottes erkennen. Unser Auftrag ist es, zuerst durch Jesus das Herz Gottes zu erkennen und dann entsprechend ebenso zu handeln. Somit darf Gottes Liebe die Grundlage unseres Handelns sein.

Wenn wir uns Gott als theoretisches Vorbild nehmen, dann können wir natürlich seinem Beispiel folgen, müssen es aber nicht zwingend. Doch sind wir einmal von seiner Liebe angesteckt, können wir gar nicht anders, als so zu handeln wie er.

Menschen aus der Sicht Gottes sehen

Vor einigen Jahren habe ich angefangen zu beten, dass Gott mir zeigt, wie er liebt. Ich wollte erkennen, was es bedeutet, Menschen aus der Sicht Gottes zu sehen und zu lieben. Ich wollte ihn besser verstehen können. Manchmal wünschte ich, dass ich dieses Gebet niemals ausgesprochen hätte. Denn ich bin schon das ein oder andere Mal in Situationen gekommen, in denen mir die Tränen wie Wasserfälle über die Wangen geflossen sind. Persönliche Enttäuschungen, vergeblicher Einsatz für Menschen, Ablehnung, Verachtung, Zerbruch und vieles andere haben mich in Situationen geführt, die mich an den Rand meiner Kraft gebracht haben. Am Ende solcher Tage lag ich oft im Bett und hatte das Gefühl, dass Gott mir sagt: „Siehst du, solche Dinge erlebe ich tausendfach – und hunderttausendfach ist meine Bereitschaft zu vergeben. Du wirst enttäuscht, ich werde millionenfach enttäuscht.“

Auch wenn jede dieser Erfahrungen leidvoll war, erkenne ich doch, dass ich durch das Kennenlernen der Barmherzigkeit Gottes nur profitiert habe. Sie half mir, einen eigenen Lebensstil der Barmherzigkeit zu entwickeln, der mein Tun motiviert.


Gedanken zur Jahreslosung 2021 von Pastor Bernd Siggelkow, Gründer des christlichen Kinder- und Jugendwerks „Die Arche“.
 





Glaubenskurs/Basismodul

Start des Glaubenskurses/Basismodul am 25.Mai 2021

Dieses Jahr wird der Glaubenskurs in zwei Etappen stattfinden. Wie gewohnt gibt es von Ende Mai bis Anfang Juli den ersten Teil des Kurses, wo wir uns mit den Grundlagen des Glaubens beschäftigen: Wer ist Gott? Was hat Jesus für uns getan? Wer ist der Heilige Geist? Dieser Kurs beginnt am 25. Mai. Im Sommer wird es wieder mindestens einen Tauftermin geben, der aber noch nicht fix ist. Im Herbst starten wir mit 21. September einen zweiten Glaubenskurs zu einzelnen Themen wie Gebet, Bibellesen, Gemeinschaft... Herzliche Einladung zu den beiden Kursen! Vielleicht möchtest du dir jetzt schon überlegen, ob das für dich oder jemandem aus deinem Umfeld interessant sein könnte?!

Wer interessiert ist möge sich bitte bei Hannes R. melden.

Lobpreis: ein Thema- viele Meinungen


Erste Auswertung der Lobpreisumfrage

Von August bis November wurde eine Umfrage bezüglich des Lobpreises in der Gemeinde durchgeführt. Dazu erhielten zum einen GottesdienstbesucherInnen zum anderen auch LobpreisleiterInnen, MitarbeiterInnen und Mitarbeitende aus Bereichen, mit denen es Überschneidungen gibt einzelne Umfragen. 
Die Auswertung der Gemeindeumfrage wurde Ende November per Video mitgeteilt und im Anschluss daran ein PDF im wöchentlichen Gemeindemail versandt. Wer weitere Fragen zu den Ergebnissen hat, kann sich an Isabella wenden. 
 
Hier werden die wichtigsten Ergebnisse der Umfragen dargestellt:
 
Gemeinde- Umfrage: 
- allgemeine Zufriedenheit: gut- sehr gut
 
- als besonders wertvoll wird eine Lobpreiszeit dann erachtet, wenn… 
                              - die eigene Haltung „stimmt“.
                              -die musikalische Gestaltung ansprechend ist.
                              - die Liedauswahl gut getroffen wurde.
 
- Lieblingslieder: eine gesunde Mischung als alten und neuen Lieder ist gut. Besonders beliebt bei den TeilnehmerInnen sind selbstgeschriebene Lieder.
 
- Englische Lieder?!: große Bereitschaft, ab und zu Englische Lieder im Lobpreis zu haben (circa 60%), jedoch auch hohe Sensibilität und Sorge um diejenigen, die wenig Englisch verstehen (circa 20%)
 
- Neue Lieder sind willkommen, jedoch nur ein neues pro Lobpreisblock- zu viele neue Lieder überfordern
 
- Offenheit für Lobpreisabend oder Lobpreistag: 26% wären dabei; 34,5% haben Interesse und wären vielleicht dabei; 39,5% eher nicht
 
- Bei diesen Themen gehen die Meinungen auseinander:
- mehr Anleitung/ Erklärung/ Bezugnahme zum Predigtthema vs. Lieder für sich selbst sprechen lassen
- weniger Lieder vs. mehr Lieder, längere Instrumental und Stillephasen
 
- Technische Themen, an deren Umsetzung gearbeitet wird: frühzeitiges Drücken der Liedtexte, passende Liedtexte, Tonqualität im Lifestream
An dieser Stelle ein großes Dankeschön, an all die TechnikerInnen, die im Hintergrund einen Dienst tun, ohne dem wir viel weniger hören und sehen würden. Das Gemeine meiner Meinung nach ist, dass die Technik häufig erst dann thematisiert wird, wenn etwas nicht funktioniert. Vielen Dank für so viele sehr gelungene Gottesdienste und das rasche Finden und Bemühen um solide Lösungen vor allem in diesem herausfordernden Jahr!
 
LobpreisleiterInnen- Umfrage Themen:
- Wie fühle ich mich in meiner Rolle als LeiterIn?
- Selbstverständnis als LobpreisleiterIn?
- Wie gehe ich an die Gestaltung eines Lobpreisblocks heran?
- Wie werden Proben gestaltet?
- Wie läuft es in unserem Team?
- Habe ich genügend Input für die Lobpreisleitung?
- Offenheit für quartalsweise Lobpreisabende
 
MitarbeiterInnen – Umfrage Themen:
- Wie verstehe ich mein Mitwirken im Lobpreisbereich?
- Was ist mir besonders wichtig während des Lobpreises/ in Bezug auf die Gestaltung/ Fokus der Lieder?
- Musikalisches Können
- Diskrepanz und Druck zwischen geistlichen Ansprüchen anderer und gelebtem/ tatsächlichen Glaubensleben
- Weiterentwicklung
 
Zusammenarbeit mit anderen Bereichen Themen:
- Kommunikation im vor, während und nach dem Gottesdienst
- inhaltliche Abstimmung mit Moderation und Predigt
- organisatorische Abstimmung mit Technikteam
 
Wie geht es jetzt weiter?
Nach der Erhebung der Daten zu den verschiedenen Themen, werden diese Informationen nun in Gesprächen mit verschiedenen Gruppen behandelt. Organisatorische Fragestellungen lassen sich in der Regel leichter und schneller verändern als inhaltliche Themen, bei denen es gemeinsame Lösungen braucht, die durch Austausch, Reflexion und Offenheit aller Beteiligten entstehen. 

Als Kernteam wenden wir uns an die verschiedenen Mitarbeitenden je nach Fragestellung wenden und besprechen die Inhalte auch demnächst mit dem Ältestenkreis. 

Bei weiteren Fragen, Feedback oder Input, könnt ihr euch gerne an Isabella Reidl (i.reidl@gmx.net) wenden. Danke an alle, die an den Umfragen teilgenommen haben und dazu beitragen, dass wir gemeinsam lobpreisen- dazu braucht es jeden Einzelnen von un